Umgestaltung von Schulhöfen und Kindergarten-Außenräen

 

Weiterführende Informationen
Schulhof in Bewegung
Schulhof in Bewegung
Sport- und Bewegungskindergärten
Sport- und Bewegungskindergärten
Sport- und Bewegungskindergärten - Beispiele für Neubau und Ergänzungen von Bewegungsräumen
Sport- und Bewegungskindergärten - Beispiele für Neubau und Ergänzungen von Bewegungsräumen
Grundlagen der Außenraumgestaltung im Kindergarten - Spiel als zentrale Lebensäußerung des Kindes im Elementarbereich
Grundlagen der Außenraumgestaltung im Kindergarten - Spiel als zentrale Lebensäußerung des Kindes im Elementarbereich

Herzlich Willkommen

In Zeiten „nach Pisa” und angesichts der Problematiken von Bewegungsmangel, Koordinationsstörungen und Übergewicht bei Kindern und in immer schwieriger werdenden finanziellen Situationen auf Seiten der Schul- und Kindergartenträger, wird der Schulhof bzw. der Kindergarten-Außenraum und dessen Gestaltung sehr oft dem Zufall oder auch nur dem „Zahn der Zeit” überlassen. Ein naturnah gestalteter Außenraum in Kindergarten und Schule ist aber weit mehr als nur „nettes und robustes Grünzeug - bepflastert mit einigen genormten Spielgeräten”... Er ist „Futter” für die Gehirne der Kinder, er regt an, er fördert, er stimuliert und ermöglicht, er lädt ein zum Probieren und Experimentieren. Kurzum: Er ist die Basis für Intelligenz- und Bewegungsentwicklung und verdient daher äußerste Bedeutung im Rahmen des pädagogischen Konzeptes jeder Schule und jedes Kindergartens.

Bei dem Wettbewerb „Mehr Bewegungsraum für Kinder: Umgestaltung von Schulhöfen und Kindergarten-Außenräumen” haben sich im Jahr 2006 insgesamt 16 Kindergärten und 33 Schulen beworben.
Jeder der abgegebenen Bewerbungen hat seine Besonderheiten. Manche Projekte haben mit viel - andere mit eher weniger finanziellen Mitteln ihre Umgestaltung umgesetzt, manche mit - andere ohne Landschaftsarchitekten, bei den einen wurde die Mitarbeit der Kinder auch in der Planungsphase ganz groß geschrieben - andere beteiligten die Kinder nur bei kleineren Umbautätigkeiten oder ließen sie ganz außen vor. Bei allen Projekten wurde - und das ist leider keine Selbstverständlichkeit - darauf geachtet, die gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit der Geräte und Einrichtungen einzuhalten.
Einige Projekte haben mit einer einmaligen Aktion ihre Umgestaltung weitestgehend abgeschlossen - andere Projekte gestalten diese „Schritt für Schritt” und einige befinden sich noch in der Planung.

Bei aller Unterschiedlichkeit berichteten so gut wie alle Projektleiter durch Ihre Bewerbungsunterlagen davon, dass sich durch die Umgestaltung in der Schule oder im Kindergarten nicht nur die Bewegungsanreize erweitert und das Bewegungsverhalten der Kinder verändert hat - verändert hat sich auch und ganz besonders das Klima und der Zusammenhalt im Kollegium oder Team sowie unter und mit den Eltern. Durch die gemeinsame Planung und Bautätigkeit entstand ein „Wir”-Gefühl. Diese „Klimaveränderung” ist neben der tatsächlichen Umgestaltung des Geländes der zweite wesentliche Aspekt, der sich für das Schul- bzw. Kindergartenklima nachhaltig und positiv auswirkt.

Und: Es zeigte sich bei vielen Projekten, dass mit der Umgestaltung des Schulhofes bzw. des Kindergartenfreigeländes, diese Orte für Kinder zu einer Art Begegnungsstätte und damit zu einer wichtigen Bereicherung für den gesamten Stadt- bzw. Ortsteil wurden.

Was sind die Ziele einer naturnahen Umgestaltung von Schulhöfen und Kindergarten-Außenflächen?

  • Eine anregungsreiche Umgebung fördert die kognitive, körperliche und emotionale Entwicklung der Kinder
  • Unfallgefahren werden entschärft
  • Gewaltprävention wird betrieben
  • Optimalere Raum- und Flächennutzung wird möglich
  • Natur wird sinnlich begreifbar
  • Sensibilisierung für Wahrnehmung und Achtung vor Natur werden gefördert
  • der Stadtteil wird verschönert und bereichert
  • Kinder und Lehrerinnen bzw. Erzieherinnen sollen sich im Außengelände der Einrichtungen wohlfühlen

Wir freuen uns, Ihnen auf dieser Website diesen umfangreichen Schatz an Erfahrungen und Ideen zugänglich machen zu können und hoffen, dass die 49 Beispiele auch als Ideengeber für weitere Projekte dienen werden.

 

Svea Rojahn
Vizepräsidentin
LANDESSPORTBUND HESSEN e.V.
Horst Delp
Geschäfstbereich Sportinfrastruktur
LANDESSPORTBUND HESSEN e.V.