Umgestaltung von Schulhöfen und Kindergarten-Außenräen

 

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Schulhof in Bewegung
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Sport- und Bewegungskindergärten
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Sport- und Bewegungskindergärten - Beispiele für Neubau und Ergänzungen von Bewegungsräumen
Sport- und Bewegungskindergärten - Beispiele für Neubau und Ergänzungen von Bewegungsräumen
Grundlagen der Außenraumgestaltung im Kindergarten - Spiel als zentrale Lebensäußerung des Kindes im Elementarbereich
Grundlagen der Außenraumgestaltung im Kindergarten - Spiel als zentrale Lebensäußerung des Kindes im Elementarbereich

Preisträger Schulen 2006

  1. Astrid-Lindgren-Schule
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  2. Wilhelm-Arnoul-Schule
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  3. Waldschule Tempelsee
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  4. Regenbogenschule
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  5. Philipp-Reis-Schule
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Platz 1

Astrid-Lindgren-Schule
64521 Groß-Gerau
156 Schülerinnen und Schüler 1.200 qm Fläche Schulhof 67.500 EUR Kosten der Umgestaltung

Ausgangssituation:

Die Astrid-Lindgren-Schule in Groß-Gerau ist eine Sprachheilschule mit 156 Schülerinnen und Schülern. Der Schulhof umfasst 1.200 qm und wurde im Jahr 1969 erbaut (die Schule zog zwischenzeitlich in ein anderes Gebäude um). Im Mai 2000 begann die Umgestaltung des Schulhofes. Der Schulhof bestand aus einem überdachten Pausengang, in dessen Zentrum eine (je nach Regen mehr oder weniger unter Wasser stehende) „Erdfläche“ lag. Außerhalb dieser Fläche gab es noch einen ehemaligen Schulgarten und einige dicht mit Gehölzen bepflanzte Fläche.

Die weitere Entwicklung:

Durch die Zunahme der Schülerzahlen drängte die Neugestaltung des Schulhofes. Gemeinsam mit der beauftragten Planerrunde ging es ans Werk: Beschlussfassung in allen Gremien, Treffen vor Ort um erste Ideen zu entwickeln, Eruierung der Schülerwünsche, Planungstreffen und Pläne zur Umgestaltung - und: Gelderbeschaffung. Obwohl dies erst als unüberwindliches Hindernis erlebt wurde, konnte auch diese Hürde gemeistert werden und es wurden überaus positive Erfahrungen gemacht (z.B. gaben viele ortsansässige Unternehmen Sachspenden oder arbeiteten z.T. unentgeltlich!)

Das Ergebnis:

An zwei Tagen entstand in Zusammenarbeit mit dem Kollegium, Eltern und Kindern eine komplette Umgestaltung des vorgesehenen Schulhofes: Sandbereich mit Pumpe, Hängemattenschaukel, „Grünes Klassenzimmer”. Das ganze wurde ein halbes Jahr später dadurch gekrönt, dass ein mit der Nachbarschule (Luise-Büchner-Schule) gemeinsam genutzter Platz zusammen umgestaltet wurde (Finanzierung und Planung lagen bei der Astrid-Lindgren-Schule - der Arbeitseinsatz aber wurde gemeinsam geleistet). So entstand ein zweites grünes Klassenzimmer, eine große Felskletterwand, eine Stehwippe, eine Erweiterung des Sandbereiches, ein Steinrechenspiel und terrassenförmig angelegte halbrunde Stufen aus Naturstein vor den Vorklassenzimmern.
Alles in Allem: eine herausragende und gelungene Umgestaltung eines ehemalig öden und nicht anregendes Außengeländes mit relativ bescheidenen finanziellen Mitteln!.

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Platz 2

Wilhelm-Arnoul-Schule
64546 Mörfelden-Walldorf
410 Schülerinnen und Schüler 4.500 qm Fläche Schulhof 166.000 EUR Kosten der Umgestaltung

Ausgangssituation:

Die Wilhelm-Arnoul-Schule ist eine Grundschule in Mörfelden-Walldorf mit 410 Schülerinnen und Schülern. Die Fläche des Schulhofes umfasst 4.500 qm und stammt aus dem Jahr 1957. Während die Gebäude der Schule zwischen 1999 und 2002 umfassend saniert wurden, zeigte sich der Schulhof als marode Asphaltlandschaft mit Unfallgefahren und sehr beschränkten Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Die weitere Entwicklung:

Nach einer umfassenden Vorplanung (von Beginn an in enger Zusammenarbeit mit Kollegium und Eltern) gab es ein Treffen mit der beauftragten Planergruppe. Nach intensiver Öffentlichkeitsarbeit und Gelderbeschaffung hatte Herr Klatt (Vater und Inhaber einer Firma für Landschafts- und Gartengestaltung) die Bauleitung übernommen. Die Planung und pädagogische Zielsetzung wurde gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt. An zwei Aktionswochenenden (April und August 05) wurde das Gelände (3.000 qm) mehr oder weniger komplett ummodelliert: es entstand eine Hügellandschaft, Asphalt wurde entsiegelt, Felssteine wurden gesetzt, ein Baumhaus wurde errichtet, Rollrasen wurde verlegt, Steine beschliffen und Pflanzen gesetzt.

Das Ergebnis:

Die Kinder lieben ihren Schulhof - er ist zu einem wichtigen Zentrum im städtischen Leben geworden. Der Schulhof bietet viele Möglichkeiten: Bedürfnisse nach Ruhe wie auch nach Action können nun gelebt werden. Die Verletzungsfälle in den Pausen sind stark gesunken! Auch während des Unterrichts sowie in den Betreuungszeiten ist der Schulhof jetzt ein wichtiger und anregender Aufenthalts- und Bewegungsraum geworden.
Mit großem Einsatz auf der ganzen Linie (und 166.000 EUR) wurde ein überzeugendes Gesamtkonzept für eine große Fläche erarbeitet.

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Platz 3

Waldschule Tempelsee
63071 Offenbach
207 Schülerinnen und Schüler 2.500 qm Fläche Schulhof 61.500 EUR Kosten der Umgestaltung

Ausgangssituation:

Die Waldschule Tempelsee ist eine Grundschule in Offenbach mit 207 Schülerinnen und Schülern. Die Fläche des Schulhofes umfasst 2.500 qm und wurde ursprünglich 1951 erbaut. Das triste und teils versiegelte Gelände des Schulhofes sollte zur bewegungsanregenden und naturnahen Oase umgestaltet werden und somit in das pädagogische Konzept der Schule passen.

Die weitere Entwicklung:

Gemeinsam mit der beauftragten Planergruppe wurde mit dem Kollegium, den Eltern und Kindern eine individuelle Konzeption erarbeitet. Die Kinderwünsche hatten Priorität! An zwei Wochenenden entstand eine ideenreiche Umgestaltung des fast kompletten Hofes. Besonders sei erwähnt, dass viele neue Kooperationen entstanden: Die Philipp-Holzmann-Schule fertigte den Vermessungsplan, die Gutenberg-Schule druckte die Projekt-Broschüre, an den Bauwochenenden halfen Schüler der Eberhard-Borst-Lehrbaustelle mit usw.

Das Ergebnis:

Kletterparcours, Freeclimbingwand, Klangzaun, Atrium, Riesenrutsche mit Sandsee, Erweiterung des Schulgartens durch Teich und Zisterne, Wiesenfläche mit Hängematte, Laubengang und Bauspielbereich u.v.a.m. entstanden.
Nicht nur die Kinder der Waldschule - auch die Kinder und Jugendlichen der Stadtteile Tempelsee und Bieber nutzen das Gelände auf vielfältige Art und Weise ebenso wie die städtische und kirchliche Kindertagesstätte. Der Schulhof der Waldschule ist zu einem wichtigen Nachmittagstreffpunkt und quasi Spieleparadies für viele Kinder der Stadtteile geworden.

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Platz 4

Regenbogenschule
61118 Bad Vilbel
550 Schülerinnen und Schüler 1.200 qm Fläche Schulhof 240.000 EUR Kosten der Umgestaltung

Ausgangssituation:

Die Regenbogenschule ist eine fünf- bis siebenzügige Grundschule mit Außenstelle in Bad Vilbel mit 550 Schülerinnen und Schülern. Die Fläche des Schulhofes umfasst 1.200 qm und entstand im Jahr 1950 (alte Dorfschule) bzw. 1997 (neues Schulhaus). Insgesamt benötigten vier Schulhöfe eine Umgestaltung!

Die weitere Entwicklung:

Nach intensiver Vorarbeit wurde gemeinsam mit der beauftragten Planergruppe eine integrierte Planung entwickelt - in Kooperation mit Kollegium, Eltern, Nachbarn und natürlich den Kindern. Die Schule erhielt sehr viel Unterstützung durch die Stadt und ansässige Unternehmen.

Das Ergebnis:

Die naturnahe Umgestaltung des terrassierten und gepflasterten Geländes durch Anpflanzungen, Laubengang, Kletterwand, Rutschhügel, Sandsee, Wellensteg, Brücke, Sitzschlange, Stufen und Podeste wurde umgesetzt. Die beiden Schulhöfe wurden mit einem 50 Meter langen Sinnesweg verbunden. Es wurden mehrer Gruppen-Spielgeräte installiert: Aussichtsturm, Stehwippe, Hängemattenschaukeln, Summstein, Hüpfböcke etc. Ein Amphitheater wurde gebaut, ein Netzkletterturm errichtet, ein Schulgarten angelegt - und das alles quasi „in einem Guss”, so dass es sich nicht um Flickwerk sondern um eine ineinander übergehende Umgestaltung der vier Schulhöfe handelt.
Auch das Gemeinschaftsgefühl in und um die Schule herum ist stark gewachsen. Weitere Planungen (für die Zukunft) sind entstanden und die Pflege der Anlage ist kontinuierliche Aufgabe des Fördervereines.

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Platz 5

Philipp-Reis-Schule
65199 Wiesbaden
150 Schülerinnen und Schüler 2.000 qm Fläche Schulhof 52.000 EUR Kosten der Umgestaltung

Ausgangssituation:

Die Philipp-Reis-Schule ist eine Grundschule in Wiesbaden mit 150 Schülerinnen und Schülern. Der Schulhof umfasst eine Fläche von 2.000 qm und wurde ursprünglich 1904 erschaffen. Mit einem Satz: Pausenaufsicht war nervenaufreibend, außer Gerenne und Fußballspielen entstand fast nichts mehr, viel Schüler wollten gar nicht mehr auf den Hof in der Pause. Es musste etwas geschehen!
Aus den anfänglichen Bedenken, dass benötigte Geld für die Umgestaltung nicht zusammen zu bekommen, entstanden die vielfältigsten Aktivitäten, die sich wieder positiv auf die Schulgemeinschaft auswirkten.

Die weitere Entwicklung:

Um nicht weiter Stückwerk zu machen (hier ein Gerüst, da eine Ecke ...) wurde mit der beauftragten Planungsgruppe gemeinsam mit dem Kollegium, den Kindern und den Eltern ein Gesamtkonzept erstellt.

Das Ergebnis:

Aus einem öden, klein wirkenden Schulhof ist inzwischen ein klar strukturierter, naturnaher Raum geworden. An zwei Bauwochenenden entstanden ein Trockenfluss, mehrere Sitzecken, ein Baumhaus, eine Natursteinkletterwand, eine grünes Klassenzimmer (mit Sonnenblumen), eine Sandecke und Platz zum Skaten, Fahrradfahren etc. Durch die komplette Umgestaltung wirkt der Schulhof jetzt einladend und freundlich. Der Schulhof wird von allen Kindern (auch nachmittags) genutzt, lädt zu vielfältigsten Beschäftigungen ein und wirkt nun großzügig.

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